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Pnp Vertrag aok baden-württemberg

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Wir werden eine prospektive nicht randomisierte kontrollierte Studie unter Patienten durchführen, um Forschungsfragen im Zusammenhang mit der Wirksamkeit zu beantworten. Wir werden konsekutiver rekrutierte Patienten der drei Gruppen (IG-PNP, CG-GP, CG-UC) einbeziehen. Wir messen die gesundheitsbezogene Lebensqualität, die patientenrelevante Symptomschwere und die Zufriedenheit mit der Versorgung zu Beginn (t0, Krankheitsdatum) und bei einer 12-monatigen Nachbeobachtung (t1). Obwohl randomisierte kontrollierte Studien die besten Beweise in Evaluationsstudien liefern könnten [28], können wir die Teilnehmer aus ethischen und vertraglichen Gründen nicht zu den drei Gruppen randomisieren. Um die Auswahlvoreingenommenheit zu vermeiden, rekrutieren wir Teilnehmer für alle drei Gruppen im gleichen Gebiet in Deutschland (Baden-Württemberg). Wir werden den Entropieausgleich verwenden, um mögliche Unterschiede zwischen Interventions- und Kontrollgruppen zu kontrollieren. Kein unabhängiger Datenüberwachungsausschuss, der feststellen kann, ob die Studie geändert oder abgebrochen werden soll, ist notwendig, da patienten unabhängig von der Fortsetzung oder Teilnahme der Studie Interventionen erhalten. Wir werden die Antworten auf die Studie überwachen und dokumentieren und gegebenenfalls mögliche Anpassungen besprechen. JJ ist bei der AOK BW beschäftigt.

Die AOK BW und Vertragspartner sind für die inhaltliche Entwicklung der selektiven Pflegeverträge verantwortlich. Wir werden Patienten in die Studie einbeziehen, die aufgrund einer der folgenden acht psychischen oder neurologischen Erkrankungen zum ersten Mal in den letzten 12 Monaten krankgeschrieben sind: bipolare Störungen (F31.x), depressive Störungen (F32.x, F33.x, F34.1), Angststörungen (F40.x, F41.x), Anpassungsstörung (F43.2), somatoforme Störungen (F45.x), Alkoholmissbrauchsstörungen (F10.x), Schizophrenie (F20.x) oder Multiple Sklerose (G35.x). Darüber hinaus sind Patienten berechtigt, wenn sie von der AOK BW versichert sind, mindestens 18 Jahre alt sind und von einem in Baden-Württemberg zugelassenen Gesundheitsdienstleister behandelt werden. Wir schließen Patienten aus, wenn sie einen Erziehungsberechtigten haben. Darüber hinaus werden Patienten ausgeschlossen, wenn sie aufgrund einer ähnlichen Diagnose wie ihre Inklusionsdiagnose innerhalb der 12 Monate vor der Indexepisode des Krankheitsurlaubs krankgeschrieben waren. Folglich werden psychisch kranke Patienten ausgeschlossen, wenn sie aufgrund einer psychischen oder Verhaltensstörung (Fxx.x) krankgeschrieben sind, und Patienten mit Multipler Sklerose werden ausgeschlossen, wenn sie aufgrund einer G35.x-Diagnose innerhalb der letzten 12 Monate krankgeschrieben waren. Die Patienten wählen ihren Vertragsstatus (PNP-Programm, «Allgemeinmediziner-Programm», übliche Pflege) auf der Grundlage ihrer Präferenz. Im Gegensatz zu anderen Ländern entsteht der Großteil der Gesundheitskosten in Deutschland aus stationärer Behandlung. Um Probleme mit dem fragmentierten psychischen Gesundheitssystem in Deutschland anzugehen, können selektive Pflegeverträge zwischen bestimmten gesetzlichen Krankenkassen und Gesundheitsdienstleistern nach dem Sozialgesetzbuch V geschlossen werden [27].

Diese selektiven Pflegeverträge regeln Teile der primären und ambulanten Versorgung über die im Tarifvertrag geregelte Standardversorgung bei Personen mit gesetzlicher Krankenversicherung hinaus. Die gesetzlichen Krankenkassen verpflichten sich, Versicherungen für bestimmte selektive Pflegeverträge (Verträge über die hausarztzentrierte Pflege) zu gewährleisten. Gesundheitsdienstleister und Patienten können sich freiwillig an selektiven Pflegemodellen beteiligen. Die gesetzlichen Krankenkassen entwickelten und implementierten selektive Pflegeverträge auf Basis kollaborativer Pflegemodelle in Deutschland. Dennoch fehlen derzeit systematische Bewertungen der Wirksamkeit, Kostenwirksamkeit, Qualität und Durchführbarkeit dieser selektiven Pflegeverträge. Um innovative Modelle der Gesundheitsversorgung zu entwickeln und zu bewerten, hat der deutsche Gesetzgeber die Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geschaffen.